Vorratshaltung

Eines der größten Probleme der Menschen dieser Zeit war es wohl, Lebensmittel auf Dauer haltbar zu machen, um so die karge Zeit des Winters, im besonderen aber schlechte Jahre  mit Missernten oder unsichere Zeiten mit Kriegswirren überleben zu können. 

Fleisch konnte nur haltbar gemacht werden, indem man es entweder in Fässern eingepökelt oder geräuchert hat. Beides erforderte große Mengen an Salz, das teuer eingetauscht werden musste. Sicher hat man auch das Fett von Schweinen ausgelassen und in Keramiktöpfen aufbewahrt. Getreide, Erbsen, Linsen, Bohnen, aber auch Früchte wurden getrocknet und konnten so längere Zeit auf Lager gelegt werden. Dies erfolgte meist in vom Boden abgesetzten Hochspeichern.


Die zweite Art der Lagerung war in der kühlen Erde. Speziell für Getreide baute man mit Lehm ausgestrichene Gruben, die bis zum Rand mit Körnern gefüllt und oben ebenfalls mit Lehm luftdicht verschlossen wurden. Die obersten Getreidelagen begannen daraufhin zu keimen und verbrauchten den gesamten in der Grube vorhandenen Sauerstoff, so dass der Großteil des Getreides luftdicht, quasi vakuumgelagert, war. Dieses Getreide behielt so nicht nur seine Keimfähigkeit für mehrere Jahre, sondern war auch im Extremfall für Feinde nicht so leicht zu finden.