Haustiere

Die Menschen des Frühmittelalters hatten bereits nahezu dieselben Haustierrassen, die bis heute im bäuerlichen Umfeld eine wichtige Rolle spielen, wenn diese Tiere auch in der Regel wesentlich kleiner waren als unsere heutigen hoch gezüchteten Rassen. Die wichtigsten waren dabei Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Hühner und Gänse.


Kühe lieferten neben Fleisch, Fell und Leder auch Milch und konnten auch als Arbeitstiere für Feld- und Waldarbeit eingesetzt werden. Schafe lieferten die wertvolle Wolle, zudem Milch und Fleisch. Schweine wurden in erster Linie als Fleischlieferanten gehalten und im Spätherbst geschlachtet, da sich ihr Fleisch durch pökeln und räuchern sehr gut konservieren ließ und somit eine wichtige Nahrungsquelle für die Winterszeit bildete.

Hühnern und Gänsen verdankte man Eier, Federn und natürlich so manchen Braten. Die Jagd auf Wildtiere war selbstverständlich bekannt, wurde jedoch im Verlauf des Frühmittelalters immer mehr zur Domäne der Oberschicht und spielte im Leben der Bauern eine eher untergeordnete Rolle.